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Gesellschaft für Evangelische Theologie (GET)

Aus dem Kreise der Bekennenden Kirche 

Die Gesellschaft für Evangelische Theologie wurde 1940 in Berlin im Umkreis der Bekennenden Kirche gegründet, um das theologische Erbe der Bekennenden Kirche fortzuführen und sich für eine Erneuerung von Theologie und Kirche aus dem Geist biblisch-reformatorischer Tradition einzusetzen. 

Sie ist ein vereinsrechtlich organisierter Zusammenschluss von Theologinnen und Theologen, Laiinen und Laien aus Kirche und Universität und konstituierte im Februar 1940 in Berlin aus den Reihen der Bekennenden Kirche, u.a. durch J. Beckmann, M. Fischer, Hans v. Soden, J. Schniewind und E. Wolf, der auch den Vorsitz übernahm und bis 1971 innehatte.

Wichtige Vertreter der protestantischen Nachkriegstheologie wie Karl Barth, Rudolf Bultmann, Ernst Wolf zählten zu ihren Mitgliedern. Von 1977 bis zu seiner Emeritierung 1991 war der bekannte Tübinger Theologe Prof. Dr. Jürgen Moltmann Vorsitzender der Gesellschaft.

Karl Barth

Rudolf Bultmann

Jürgen Moltmann

 

  Kirche und akademische Theologie 

Der Gesellschaft ist an einer engen Verbindung von kirchlicher und akademischer Theologie gelegen: Sie wurde zur „Förderung ev. Theol. im Sinne der Reformation und im Dienst an der evangelischen Kirche“ (Satzung 1940) gegründet und sucht die Gesellschaft „die lebendige Beziehung zwischen theol. Wissenschaft und der gemeindlichen Praxis zu pflegen“ (Satzung 1997). 

Dies geschieht vor allem durch Tagungen (Gesamttagungen im zweijährigen Turnus, fakultative Regionaltagungen): Eine Reihe wichtiger theologischer und ethischer Debatten wurden auf den alle zwei Jahre stattfindenden Jahrestagungen der Gesellschaft für Evangelische Theologie angestoßen oder fortgeführt.

  Zwischen 1961 und 1991 getrennt

1961 erfolgte, nach notgedrungener Teilung, die Bildung einer parallelen Organisation in der DDR (Arbeitsgemeinschaft f.Ev.Th.), nach gemeinsamen Tagungen ab 1991 wurde 1995 der Mitgliederbestand der Arbeitsgemeinschaft in die G.f.Ev.Th. reintegriert.

Die Mitgliederzahl lag im Jahr 2000 bei 430. 

 

  Literatur zur Geschichte der Gesellschaft für Evangelische Theologie

  • Briefwechsel H. von Soden / E. Wolf, in: Theologie und Kirche im Wirken Hans von Sodens (AKZG A 2), 1984, 321-331

  • E. Wolf: Art.: G.f.ev.Th. (RGG3, Bd. 2, 1958, Sp. 1509) u E. Wolf / J. Beckmann: G.f.ev.Th. (Arbeitsbericht, nur als Sonderdruck für die Mitglieder, 18 S., Juli 1968)

  • H. Wassmann, Der »Fall Bultmann« in Württemberg (1941-1953), in: Bausteine zur Tübinger Universitätsgeschichte, Folge 4, 1989, 138-176

  •  M. Rohkrämer, Die G.f.ev.Th. 1940-1971, in: J. Moltmann (Hg.), Christl. Existenz im Demokratischen Aufbruch Europas, 1991, 148-166.

  • Chronik